Warum Katzen-Kratzbaum?

Warum überhaupt ein Katzen-Kratzbaum?

1. Weil es die artgerechte Haltung von Katzen gewährleistet.

Zur Ausstattung jeder Katze gehört ein Futter- und Trinknapf, eine Katzentoilette etc., aber warum sollte jede Katze auch einen Kratzbaum haben? Weil es für jede Katze existentiell wichtig ist, um ihre natürlichen Verhaltensweisen ausleben zu können, auch wenn sie zu den sogenannten ‚Freigängern‘ gehört, die sich nur zeitweise im Haus aufhalten, oder zu den Katzen zählt, die beispielsweise auf einem Balkon einen gesicherten Auslauf (z. B. durch ein Netz) haben.

Zu den natürlichen Verhaltensweisen von Katzen gehören im wesentlichen:

Beobachten, Dösen, Erkunden, Klettern, Krallen wetzen also schärfen und kürzen,  Markieren ihres Reviers, Putzen, Schlafen, Jagen, Spielen, Toben und Verstecken.

Je nach Alter und Temperament haben diese Bedürfnisse natürlich unterschiedliche Prioritäten.

Können Katzen diese ureigenen Bedürfnisse nicht ausleben, suchen sie nach Alternativen  in ihrem – und damit auch unserem – Wohnraum und führen ihre Krallenpflege z. B. an Sesseln, Sofas, Schränken, Tapeten etc. durch. Zum Klettern benutzt eine Katze notfalls auch Gardinen oder Vorhänge, und wenn beim Toben mal der oder andere mehr oder weniger kostbare Dekorationsgegenstand ihres ‚Dosenöffners‘ zerbricht, ist das für sie alles nur ‚für die Katz‘. Zumindest solange sie sich nicht dabei verletzt. All das gefällt den Menschen eher nicht, zumal die Erneuerung des Wohnungsinventars mit der Zeit teuer wird.

Bei manchen Katzen kann die fehlende Möglichkeit zum Ausleben ihrer Instinkte aber auch zu Langeweile und Apathie führen. Schlimmstenfalls können sich Unzufriedenheit und Frust bis hin zu Verhaltensauffälligkeiten oder gar Erkrankungen steigern (wie z. B.: Miktionsstörungen, z. B. Urinieren außerhalb der Katzentoilette, Probleme beim Absetzen von Kot durch Bewegungsmangel, Schwanzjagen, feindselige Aggressionsformen, Zerstörungswut, Psychogene Alopezie = Fell ausreißen, unkontrolliertes, gesteigertes Lecken bis zum Ekzem, etc.)

Insbesondere der Krallenpflege kommt eine besondere Bedeutung bei, da Katzen dabei aus den Drüsen, die zwischen den Zehen sitzen, Pheromone absondern, um ihr Revier zu markieren. Wird ihnen keine eigens dazu vorgesehene Möglichkeit zur Verfügung gestellt, nützen unsere Anstrengungen wenig, sie von ‚unseren‘ Möbeln vertreiben zu wollen, denn Katzen brauchen es einfach.

Aus solchen, teils dramatischen Entwicklungen wird ersichtlich, wie wichtig es ist, Katzen zur artgerechten Haltung unbedingt einen Kratzbaum zur Verfügung zu stellen.

 

2. Weil es Vorteile für die Katzenhalter/innen hat.

Die Anschaffung eines Kratzbaumes ist jedoch nicht nur für jede Katze von Bedeutung, sondern erleichtert auch den Katzenhaltern/innen – gerne auch selbst als ‚Dosenöffner‘ oder ‚Katzenpersonal‘ bezeichnet – ganz erheblich das Leben, weil Menschen, die ihren Katzen einen eigenen Kratzbaum zur Verfügung stellen, sich keine Sorgen um das Wohlergehen ihrer Katze/n wie auch um das Inventar ihrer Wohnungseinrichtung  hinsichtlich unschöner Kratzspuren oder Zerstörungen machen müssen.

Katzen, die einen Katzen-Kratzbaum als Spielplatz besitzen, leben gesünder, haben weniger Verletzungsrisiken und mehr Lebensqualität. Diese ausgeglichenen Samtpfoten bereichern unser Leben und das Zusammenleben ist für beide Seiten angenehm. Kein Ärger über zerkratzte Möbel, keine unangenehmen Verhaltensauffälligkeiten und auch geringere Kosten, sei es für Medikamente, zeitaufwendige Tierarztbesuche oder Verhaltenstherapien etc. Und man braucht auch kein schlechtes Gewissen mehr zu haben, wenn nur eine Katze im Haushalt lebt und mal alleine ist, weil sie in Abwesenheit ihrer Bezugsperson ja ausreichend Beschäftigungsmöglichkeiten mit ihrem Kratzbaum hat.

Warum ist es wichtig, den richtigen Katzen-Kratzbaum für meine Katze/n auszuwählen?

Es gibt junge und alte Katzen, kleine und große, ängstliche und stürmische, Leicht- und Schwergewichte, Einzel-, Paar- und Gruppenhaltung, und es gibt eine unübersichtlich  große Auswahl an Kratzbäumen, von denen aber leider viele völlig ungeeignet für Katzen sind. Meist sind das die sehr preiswerten Kratzbäume, die die verschiedensten Mängel aufweisen, wie z. B.: nicht stabil genug (schlimmstenfalls fallen Katze und Kratzbaum so ungünstig, dass die Katze sich verletzt), hervorstehende Schrauben, Klammern und andere schlechte Verarbeitungsmerkmale, unangenehme (schädliche?) Ausdünstungen, dünner Plüsch (schnelles Abwetzen). Sisal ist das Kratzmaterial, das von zu dünn über mangelhafte Befestigung bis nicht hoch genug gewickelt nicht den Bedürfnissen der Katzen entspricht und schnell in unschönen Fetzen herabhängt.

Wer also einen Kratzbaum zu schnell und zu billig kauft, braucht meist in kürzester Zeit einen neuen und hat am ‚falschen Ende gespart‘. Das ist auch insofern ärgerlich, weil es schon sehr gute, also qualitativ hochwertige, Kratzbäume zu einem günstigen Preis-Leistungsverhältnis gibt.

Um den richtigen Kratzbaum für die Katze/n auszuwählen, ist es sinnvoll, zunächst die im Haushalt lebende/n Katze/n einzuordnen: Anzahl der Katze/n, Größe und Gewicht, sanft spielend oder wild tobend, ängstlich in Höhlen verkriechend oder neugierig von einer hohen Aussichtsplattform alles beobachtend. Die Schlussfolgerungen dieser Einordnung erleichtern die Auswahl des passenden Kratzbaumes und sehen wie folgt aus:

Je mehr Katzen den künftigen Katzen-Spielplatz nutzen sollen, umso mehr Auswahl sollte ein Kratzbaum mitbringen. Größe und Gewicht sind hinsichtlich der Maße von Liegeflächen, Kuschel-Höhlen, etc. von Bedeutung. Je wilder das Spiel von Katzen ist, umso stabiler muss ein Kratzbaum stehen, aus robustem Material bestehen und solide  verarbeitet sein. Sich gerne zurückziehende Katzen werden ihrer Größe entsprechende  Höhlen, Rollen etc. bevorzugen, neugierige Stubentiger dagegen eher möglichst hoch angebrachte Aussichtsmöglichkeiten.

Es gibt einige sehr gute Katzen Kratzbäume, die die unterschiedlichen Ansprüche erfüllen und teilweise besondere Prioritäten je nach Katzenart mitbringen. So gibt es Katzen Kratzbäume, die speziell für große, gewichtige oder eher kleine, normal große Katzen bzw. für alle Katzen geeignet sind.

Diese Katzen Kratzbäume berücksichtigen aber nicht nur die Bedürfnisse der künftigen felligen Nutzer, sondern auch die Prioritäten der Menschen, da sie durch chices Design, moderne Farbkombinationen auch für die Menschen ein dekorativen Hingucker sind. Außerdem gibt es besonders platzsparende Kratzbäume, die dennoch viel Abwechslung bieten. In den im folgenden aufgezählten, getesteten Kratzbäumen ist für jeden Katzenliebhaber und für jeden Geldbeutel etwas dabei.

Für alle Katzen bestens geeignet:

KERBL Kratzbaum CREATIV:

Sehr große Ausstattung (Liege-/Sitzflächen, Hängematte, Höhle, Rolle, 3 Bälle, 9 cm dicke  Stämme, gut mit Sisal umwickelt), flexibler/platzsparender Aufbau durch 2 Bodenplatten je nach Raumangebot, stabil und gut verarbeitet. Besonders chices Design in der Farbkombination Anthrazit/Blau.

Für kleine/normal große Katzen bestens geeignet:

Kratzbaums Deckenhoch mit 3 Ebenen creme 240 260 cm

Tolle Ausstattung (Ball, Höhle mit Kissen, Hängematte, Wendeltreppe, Aussichtsplattform), besonders platzsparend, Deckenverspannung, stabiler, chicer Kratzturm, sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis.

Happypet CAT013-3 Kratzbaums, Katzenbaum deckenhoch 2,30 bis 2,60 hoch

Gute Ausstattung (diverse Liegealternativen, Häuschen, Hängematte, Aussichtsplattform),flexibler/platzsparender Aufbau durch 2 Bodenplatten, sehr preisgünstig.

 

Für alle, insbesondere große, wild tobende Katzen bestens geeignet:

Katzen Kratzbaum deckenhoch höhenverstellbar von 2,30 m bis 2,50 m, verschiedene Farben, Leopet

Sehr interessante Ausstattung (neben den üblichen Sachen: Bürste zum Reiben als Neuheit; fast schon Katzen-Wellness-Center), 3 Bodenplatten, diverse Farbauswahl mit oder ohne Tatzenaufdruck, hervorragendes Preis-Leistungsverhältnis.

Kratzbaum Betty creme/braun 150 cm

Gute Ausstattung (Spielturm mit 2 Höhlen, Spielrolle etc.), dreieckige, abgerundete Bodenplatte, chic in jeder Zimmerecke, stabil, robust, Preis-Leistungsverhältnis bestens.

nanook Kratzbaum Sigurd 3

Spitzenmäßige Ausstattung (11 cm dicke! Stämme, sehr stabile Bodenplatte, vielfältige Spielvariationen), höhenverstellbar von 250 bis 275 cm, hochwertige Materialien in bester Verarbeitung, chic mit zusätzlichem geschwungenen Kratzbrett, sehr preisgünstig.

Katzen Kratzbäume werden in der Regel mit Montageanleitung und – sofern erforderlich – mit entsprechendem Montagewerkzeug geliefert. Oft sind Löcher vorgebohrt, Einzelteile mit Nummern zum leichten Aufbau versehen, so dass bis hin zu einer eventuellen Deckenverspannung alles schnell und einfach von einer Person ausgeführt werden kann. Ist der Kratzbaum fertig aufgebaut, ruckelt man sicherheitshalber mal daran, um ihn auf seinen stabilen Stand zu testen. Solch ein Test ist insbesondere bei Katzen, die bevorzugt aus vollem Lauf auf einen Kratzbaum springen, zu ihrer Sicherheit wichtig. So eine trendige Kletterlandschaft lädt ja auch zum ‚Freudensprung‘ ein, was die Muskeln und Balancefähigkeit einer Katze prima trainiert und sie fit hält.

Zusätzlich bestehen meist alternative Möglichkeiten hinsichtlich eines individuell abgewandelten Aufbaus bzw. einer zusätzlichen Befestigung beispielsweise mittels Winkeleisen an einer Wand etc., um die Stabilität noch weiter zu erhöhen. Man hat also durchaus auch kreative Optionen – und oft neugierige ‚vierpfotige Helfer‘ dabei.

 

Warum ist der Standort für den Katzen-Kratzbaum von Bedeutung?

Die Wahl des optimalen Standortes ist aus folgenden Gründen wichtig: Zunächst geht es um die Sicherheit für die Katzen. So ist beispielsweise ein Standort in Fensternähe einerseits ein sehr schöner Platz zum Beobachten der Umgebung, insbesondere von Vögeln. Dann stehen Katzen sogar mal ausgestreckt an der Fensterscheibe und geben das in dieser Situation typische Schnattern (In mancher Literatur auch ‚Flehmen‘ genannt, was aber vorwiegend eine Reaktion auf Sexualdüfte darstellt.) von sich. Andererseits sollte an einem Fensterplatz bedacht werden, dass die Katzen bei einem offenstehenden Fenster ungewollten Freigang, schlimmstenfalls mit Gefahr eines Absturzes aus hoher Höhe, haben könnten. Und wer weiß, ob die Katze von den angeblichen 7 Leben vielleicht schon 6 aufgebraucht hat! Auch fallen Katzen nicht immer auf ihre 4 Pfoten. Es kann etliche Male gut gehen, aber es kann auch zu schweren Verletzungen oder gar zum Tod führen. Eine weiteres Risiko stellt ein gekipptes Fenster dar, in deren Öffnung Katzen sich einklemmen können. Dies ist ebenfalls eine häufige Gefahrenquelle, die insbesondere bei Abwesenheit von Menschen leider schon viel zu oft zu qualvollen Stunden mit Todesfolge für eine Katze geführt hat. Daher sollte man den Spalt eines gekippten Fensters immer verschließen, z. B. mit einem zugeschnittenen Brett oder anderem festen Material.

Falls die Katze/n von ihrem Abenteuerspielplatz aus Regale oder Schränke erklimmen kann, gilt es zu überlegen, ob sie von dort auch einen sicheren Abstieg bewältigt, bevor es zu einem allzu gewagten Abenteuer wird.

Selbstverständlich wird es wohl für jede/n ‚Dosenöffner‘ sein, dass Kratzbäume frei von Zugluft aufgestellt werden müssen, da dies Katzen genauso wie Menschen krank werden lässt.

Auch sollte der Platz frei von ständigem Durchgangsverkehr der Familienmitglieder oder Besucher sein, damit sich die Katzen zurückziehen und zur Ruhe kommen können. Das heißt natürlich nicht, dass der Kratzbaum völlig isoliert vom Familienleben stehen sollte, da Katzen auch gerne mal ihre Menschen beobachten.

Ein weiterer Aspekt hinsichtlich der Sicherheit ist der stabile Stand des Kratzbaumes. Die Möglichkeit zusätzlicher Befestigungsmöglichkeiten bestimmt daher manchmal den Standort mit.

Der optimale Standort bietet den Katzen sowohl Beobachtungs- als auch Ruhemöglichkeit. Hilfreich ist es, mit ‚Katzenaugen‘, also aus Katzensicht, den richtigen Standort  auszuwählen.

Zieht die erste oder eine neue Katze ein, erspart man ihr eine Menge Stress, wenn der Kratzbaum schon vor ihrem Einzug steht. Gerade mit einem Umzug in ein neues Zuhause  stürmt so viel Unbekanntes auf junge Kätzchen und auch erwachsene Katzen und Kater ein, dass es angenehmer für sie ist, schon einen Kratzbaum als ihr eigenes Revier vorzufinden. Das gilt selbstverständlich auch und gerade für Katzen aus Tierheimen, die vielleicht eh schon einiges an Stress oder Leid erleben mussten. Und alle andere Utensilien (Bürste, Futter, Kamm, Klo und Streu, Korb, Näpfe etc.) kauft man ja auch vor dem Einzug ein.

Erst zum Schluss sollte eine Bewertung des Kratzbaumes als Dekorationsgegenstand erfolgen. Dann kann man das Beobachten seiner Katze/n so richtig genießen und sich an ihrem Spiel erfreuen, was manchmal schöner ist als Fernsehgucken.

Eine gut durchdachte Standortwahl erleichtert es außerdem den Katzen, ihren neuen Abenteuerspielplatz anzunehmen, damit er zum wahren Katzenparadies werden kann.

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